Spitzenvertreter der deutschen Musikwirtschaft, Künstlerinnen und Künstler sowie Jugendliche sprechen über die Zukunft der Branche
HamburgHaber.de
HAMBURG – Wie verändert sich die Musikwirtschaft – und welche Rolle spielt Musik für die nächste Generation? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Musikdialog Hamburg 2026 am 16. September.
Auf Einladung der Stadt Hamburg kamen Vertreterinnen und Vertreter von Verlagen, Labels, Verbänden und Streamingdiensten sowie Künstlerinnen und Künstler zusammen. Passend zum diesjährigen Schwerpunkt „Next Gen“ waren auch Jugendliche am Roundtable beteiligt.
Wie entdecken Jugendliche neue Musik?
Den Auftakt bildeten Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Podcasterin und Pop-Culture-Creatorin Gizem Çelik sowie der Sozialwissenschaftler und Jugend- und Medienforscher Thomas Rathgeb führten in das Thema ein.
Im Mittelpunkt standen Fragen danach, wie und wo Jugendliche neue Musik entdecken und welche Bedeutung die Person hinter der Musik für sie hat. Auch die musikalische Bildung spielte eine zentrale Rolle.
Welche Chancen bietet künstliche Intelligenz?
Im zweiten Teil des Musikdialogs ging es um die Entwicklungschancen junger Musikerinnen und Musiker sowie um die Gestaltung des Wandels in der Musikwirtschaft im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Weitere Impulse gaben unter anderem Nina Graf „Miu“, Künstlerin und Vorstandsvorsitzende des PRO MUSIK Verbands, sowie Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender und CEO des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI).
Am Austausch beteiligten sich auch Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, und Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien.
Brosda: Musik ist auch Ausdruck einer Generation
Dr. Carsten Brosda betonte, dass es beim Blick auf die „Next Gen“ nicht allein darum gehe, die Musikwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Musik sei zugleich eine gesellschaftliche Ausdrucksform einer Generation.
Die Perspektive junger Menschen sei deshalb besonders wichtig, wenn es darum gehe, wie Musik künftig entstehe, entdeckt, genutzt und erlebt werde.
Rathgeb: Musik ist eine Konstante
Thomas Rathgeb verwies auf die Ergebnisse der aktuellen JIMplus-Studie sowie auf die gesamte JIM-Studienreihe. Diese zeigten, dass Musik für Jugendliche eine Konstante und ein zentraler Bestandteil ihres Lebens sei.
Çelik: Neue Plattformen, zeitlose Bedürfnisse
Gizem Çelik wies darauf hin, dass neue Generationen häufig als grundsätzlich anders wahrgenommen würden. Zwar habe sich die Plattform verändert – bei der Gen Alpha sei es beispielsweise TikTok statt Radio –, die Sehnsucht nach Musik, Identität und Zugehörigkeit bleibe jedoch bestehen.
Der Musikdialog Hamburg 2026 fand im Vorfeld des Reeperbahn Festivals statt.
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