Deniz Çelik: „Die AfD schafft keine Sicherheit, sondern erzeugt ein Klima der Angst“

In der Hamburgischen Bürgerschaft wurden die politischen Folgen der Sachsen-Anhalt-Wahl debattiert. Der Linken-Abgeordnete Deniz Çelik kritisierte die Sicherheitspolitik der AfD und warf ihr vor, ein Klima der Angst, Verunsicherung und Ausgrenzung zu fördern.

HamburgHaber.de

HAMBURG – In der Hamburgischen Bürgerschaft sind heute in einer Aktuellen Stunde die politischen Konsequenzen des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt debattiert worden.

Deniz Çelik, Sprecher für Antifaschismus der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, kritisierte dabei die AfD und deren politische Positionen.

Die AfD spreche von „mehr Sicherheit“, schaffe aus seiner Sicht jedoch ein Klima der Angst, Verunsicherung, Einschüchterung und Ausgrenzung, erklärte Çelik.

Er kritisierte, dass Migration sprachlich immer wieder mit Bedrohung in Verbindung gebracht werde. Auch die Verbindung von Rüstungsproduktion mit dem Begriff „Remigration“ sei aus seiner Sicht Ausdruck eines hochgefährlichen Staats- und Gesellschaftsbildes.

Kritik an der sozialen Debatte

Çelik warf der AfD zudem vor, Fragen der gesellschaftlichen Verteilung über die Herkunft zu diskutieren. Soziale Probleme würden aus seiner Sicht rassistisch umgedeutet und migrantische Nachbarn zu Verantwortlichen für gesellschaftliche Probleme gemacht.

Kritisch äußerte sich Çelik außerdem zu Positionen der AfD zum Umgang mit Vermögen und Erbschaften, zu angekündigten Steuersenkungen für Konzerne sowie zur Tarifbindung.

„Der Rechtsruck ist kein Naturgesetz“

Der Rechtsruck sei kein Naturgesetz, erklärte Çelik. Gegen Konkurrenz und gesellschaftliche Spaltung brauche es aus seiner Sicht Solidarität, soziale Sicherheit und gleiche Rechte für alle.

Wer der politischen Rechten den Nährboden entziehen wolle, müsse nach Çeliks Auffassung auch die sozialen Verhältnisse verändern, unter denen Angst, Resignation und Ressentiments wachsen.

Quelle: Pressemitteilung der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft vom 16. September 2026.

Redaktioneller Hinweis: Die im Artikel wiedergegebenen Bewertungen zur AfD stammen von Deniz Çelik bzw. der Linksfraktion Hamburg.

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