Die Bundeswehr trainiert vom 24. bis 26. September gemeinsam mit Hamburger Behörden, Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Unternehmen mögliche Krisen- und Verteidigungslagen. In Hamburg kann es zu militärischen Fahrzeugkolonnen, Hubschrauberflügen, Lärm und zeitweisen Verkehrsbehinderungen kommen.
HamburgHaber.de
HAMBURG – Unter Leitung des Landeskommandos Hamburg findet vom 24. bis 26. September 2026 die Übung „Red Storm Charlie“ statt.
Dabei trainieren militärische und zivile Stellen die Zusammenarbeit in möglichen Krisen- und Ausnahmesituationen. Die Übung knüpft an Red Storm Alpha (2024) und Red Storm Bravo (2025) an. Erstmals sollen auch Kolonnen aus anderen Bundesländern nach Hamburg verlegt werden.
Ein Schwerpunkt liegt im Hamburger Hafen. Nach dem fiktiven Szenario treffen Truppen und Material in Hamburg ein und werden anschließend über Straßen und Autobahnen weiter in Richtung Osten verlegt.
Hubschrauberflüge und mögliche Verkehrsbehinderungen
Während der Übung sind militärische Fahrzeugbewegungen und Hubschrauberflüge vorgesehen.
Nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde sollen die Hubschrauber am Donnerstag, 24. September, voraussichtlich bis etwa Mitternacht eingesetzt werden. Am Freitag und Samstag sind die Flugbewegungen überwiegend tagsüber geplant.
Im Stadtgebiet kann es zeitweise zu erhöhtem Fluglärm, Verkehrsbehinderungen und zusätzlichem Fahrzeugverkehr kommen. Schwerpunkte der Hubschrauberbewegungen sind unter anderem der Hafen und der Bereich des Flughafens Hamburg.
Rund 500 Soldaten und zahlreiche zivile Partner
An der Übung nehmen rund 500 Soldatinnen und Soldaten mit zahlreichen Fahrzeugen und Hubschraubern teil.
Beteiligt sind unter anderem Polizei und Feuerwehr Hamburg, das Technische Hilfswerk, die Bundespolizei, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter, Malteser und DLRG.
Auch Unternehmen und Institutionen wie Airbus, Blohm+Voss, HHLA, Hamburg Port Authority, Hamburg Airport, Hamburger Hochbahn, HADAG und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind beteiligt beziehungsweise unterstützen einzelne Übungsabschnitte.
Fiktives Krisenszenario
Die Übung basiert auf einem fiktiven Szenario mit politischen Entwicklungen und Spannungen an den Grenzen der baltischen Staaten.
Geübt wird unter anderem, wie militärische Kräfte und Material über Hamburg weiter in Richtung Osten verlegt werden können und welche Unterstützung durch zivile Stellen dafür erforderlich wäre.
Fortsetzung 2027 möglich
Nach Abschluss der Übung sollen die Abläufe, Kommunikationswege und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen ausgewertet werden. Die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg soll die Übung wissenschaftlich begleiten.
Für 2027 gibt es bereits erste Überlegungen für eine Fortsetzung unter dem Namen „Red Storm Delta“.

