Grüne Hamburg nach den Wahlen: „Unsere Demokratie ist weiterhin in Gefahr“

Die Grünen-Landesvorsitzende Selina Storm bewertet die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und fordert die demokratischen Parteien auf, Probleme anzugehen, Vertrauen zurückzugewinnen und Rechtsextremismus zu bekämpfen.

HamburgHaber.de

HAMBURG – Die Hamburger Grünen-Landesvorsitzende Selina Storm hat die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin bewertet.Sie spricht von hochpolarisierten Wahlkämpfen und sieht die demokratischen Parteien in der Verantwortung.

Storm zeigte sich erfreut darüber, dass die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern erneut in den Schweriner Landtag eingezogen sind. Der Wahlkampf sei vor allem durch die starke Polarisierung zwischen AfD und SPD geprägt gewesen. Dies habe aus ihrer Sicht andere demokratische Parteien geschwächt.

Mit Blick auf das Ergebnis der AfD forderte Storm einen verstärkten Einsatz gegen Rechtsextremismus. Gerade in Regionen, in denen die AfD besonders stark sei, müssten demokratische Parteien stärker präsent sein. Gleichzeitig erwartet Storm die Bildung einer stabilen demokratischen Regierung in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch in Berlin habe der Wahlkampf eine starke Polarisierung gezeigt – diesmal zwischen Linken und CDU. Das Ergebnis der Grünen bezeichnete Storm als „stabil“. Mit dem Wahlsieg der Linken hätten sich die Berlinerinnen und Berliner für einen politischen Wechsel ausgesprochen.

Nun liege die Verantwortung bei der Linken, gemeinsam mit anderen Parteien ein stabiles Regierungsbündnis zu bilden, erklärte Storm.

Die Grünen Hamburg betonen zugleich, dass mögliche stabile Koalitionen in beiden Ländern nicht darüber hinwegtäuschen dürften, dass die Demokratie weiterhin vor großen Herausforderungen stehe. Die demokratischen Parteien müssten Probleme angehen, Vertrauen zurückgewinnen und Rechtsextremismus bekämpfen.

Die Wahlergebnisse kurz zusammengefasst

Mecklenburg-Vorpommern: AfD 38,2 %, SPD 35,5 %, Linke 6,5 %, Grüne 5,7 %. CDU und BSW scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

Berlin: Die Linke wurde mit 25,7 % stärkste Kraft. CDU 18,8 %, AfD 16,3 %, Grüne 14,3 %, SPD 12,1 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,2 %.

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hamburg, 20. September 2026.

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