Buchholz Şehir Festivali’nde kavga, biber gazı ve kurusıkı tabanca olayı yaşandı. Foto:Sembolik görüntü
Buchholz Şehir Festivali’nde kavga, biber gazı ve kurusıkı tabanca olayı yaşandı. Foto: Symbolbild

Buchholzer Stadtfest: Schlägerei, Pfefferspray und Schreckschusspistole

Das 50. Buchholzer Stadtfest vom 18. bis 20. September verlief nach Einschätzung der Polizei insgesamt friedlich. Dennoch kam es zu mehreren Körperverletzungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und einem Fall sexueller Belästigung. Nach dem offiziellen Veranstaltungsende eskalierte eine größere Auseinandersetzung mit bis zu 20 Beteiligten.

HamburgHaber.de

Buchholz – Das 50. Buchholzer Stadtfest war an allen Tagen sehr gut besucht und verlief nach Bewertung der Polizei insgesamt friedlich. Neben einer größeren Schlägerei nach dem offiziellen Veranstaltungsende kam es jedoch zu mehreren einzelnen Vorfällen.

Beschädigte Scheiben und Pfefferspray

In der Nacht zum Freitag wurden einige Stände sowie umliegende Geschäfte an den Fenstern beschädigt.

Am Freitag kam es kurz nach 20 Uhr in der Nähe der Lindenstraße gegenüber dem Kabenhof zu einem Streit zwischen zwei Männern. Einer der Männer zog plötzlich Pfefferspray und sprühte es einem 21-Jährigen ins Gesicht. Anschließend flüchtete er unerkannt.

Kurz vor 21 Uhr kam es in der Poststraße nahe Peets Hoff zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Zwei 17 und 18 Jahre alte Frauen griffen couragiert ein und versuchten, die Männer zu trennen.

Einer der Männer bespuckte die Helferinnen anschließend und bedrohte sie. Die beiden Frauen konnten die Auseinandersetzung nach Angaben der Polizei verhindern, rechtzeitig fliehen und die Polizei informieren.

Der 28-Jährige wurde später im Rahmen der Fahndung erkannt. Er erhielt einen Platzverweis für das Stadtfest. Gegen ihn wird unter anderem wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

Schreckschusspistole trotz Kleinem Waffenschein

Etwas später kam es an derselben Stelle zu einem Streit zwischen zwei Personengruppen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Die Polizei trennte die Männer, bevor es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam.

Bei der anschließenden Kontrolle der insgesamt acht Personen waren alle unbewaffnet – mit einer Ausnahme: Ein 19-Jähriger führte eine Schreckschusspistole mit sich.

Der Mann konnte zwar einen Kleinen Waffenschein vorzeigen. Nach Angaben der Polizei ist das Führen einer solchen Waffe bei öffentlichen Veranstaltungen wie einem Stadtfest jedoch auch mit dieser Berechtigung strafbar.

Der Mann hatte nach Angaben der Polizei etwa 1,3 Promille Alkohol im Blut. Die Polizei stellte deshalb auch die für das Führen einer Waffe erforderliche Zuverlässigkeit infrage.

Die Schreckschusspistole wurde beschlagnahmt und ein Strafverfahren eingeleitet. Zudem soll die zuständige Waffenbehörde prüfen, ob die Voraussetzungen für den Besitz des Kleinen Waffenscheins weiterhin gegeben sind.

Alle acht Personen erhielten einen Platzverweis für das Stadtfest.

Bis zu 20 Personen an Schlägereien beteiligt

Nach dem offiziellen Ende des Freitag-Stadtfesttages um 1 Uhr hielten sich noch zahlreiche Besucher in der Innenstadt auf. Kurz nach 1 Uhr kam es in der Poststraße zu einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten. Dabei wurden unter anderem Stühle und Flaschen eingesetzt.

Beim Eintreffen der ersten Polizeibeamten flüchteten zunächst mehrere aktiv Beteiligte. Ein 20-Jähriger konnte von den Beamten festgehalten werden. Gegen ihn wird unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt.

Wenige Minuten später eskalierte die Situation erneut. Zwei weitere Männer im Alter von 19 und 20 Jahren, die nach späteren Ermittlungen an der vorherigen Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein sollen, gerieten erneut aneinander und wurden von den Beamten getrennt.

Als der 20-Jährige sich einer Personalienfeststellung durch Flucht entziehen wollte, solidarisierten sich Umherstehende mit ihm und versuchten, polizeiliche Maßnahmen zu behindern.

Gleichzeitig kam es zu weiteren Streitigkeiten und neuen Schlägereien. Nach Schätzung der Polizei waren insgesamt bis zu 20 Personen aktiv an Schlägereien oder der Störung polizeilicher Maßnahmen beteiligt.

Die Situation konnte mit nachgeforderten Polizeikräften aus dem Landkreis unter Einsatz von Reizgas und der Androhung des Schlagstockeinsatzes beendet werden.

Der flüchtende 20-Jährige konnte schließlich gestellt werden. Gegen ihn wird unter anderem wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte ermittelt.

Der Polizei sind bislang fünf leicht verletzte Personen bekannt. Mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten und Bedrohung wurden eingeleitet.

Nach ersten Zeugenaussagen soll eine Streitigkeit nach einer vermeintlichen Beleidigung der Auslöser gewesen sein, die anschließend zu einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen eskalierte.

Anzeige wegen sexueller Belästigung

Am Samstag soll ein alkoholisierter Mann nachts am Empore-Teich mehrere Menschen belästigt haben. In diesem Zusammenhang wurde eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung erstattet.

Der Mann erhielt einen Platzverweis. Nachdem er zunächst vorgab, diesem nachzukommen, wurde er später erneut vom Sicherheitsdienst gesehen. Daraufhin nahm die Polizei ihn in Gewahrsam.

Weitere Schlägerei außerhalb des Stadtfestes

Unabhängig vom Stadtfest kam es am Samstag gegen 22.40 Uhr in der Bremer Straße in der Nähe des Kinos zu einer weiteren Schlägerei zwischen mehreren Personen.

Ein 19-jähriger Mann wurde dabei leicht verletzt. Mehrere Beteiligte flüchteten noch vor dem Eintreffen der Polizei unerkannt.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen, die Angaben zu den genannten Vorfällen machen können, werden gebeten, sich bei der Buchholzer Polizei zu melden.

Polizei Buchholz: 04181-2850

Quelle: Polizeiinspektion Harburg

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