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Trickbetrug in Winterhude: Bankmitarbeiter alarmiert Polizei

In Hamburg-Winterhude haben sich Betrüger als Polizisten ausgegeben und versucht, einen 85-Jährigen um Geld und Wertsachen zu bringen. Ein aufmerksamer Bankmitarbeiter bemerkte den Betrugsversuch und alarmierte die Polizei.

HamburgHaber.de

HAMBURG – Betrüger haben versucht, einen 85-jährigen Hamburger um Geld und Wertsachen zu bringen. Ein aufmerksamer Bankmitarbeiter bemerkte die Situation und verständigte die Polizei. Ein 38-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen.

Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 18. September 2026, gegen 14.35 Uhr in Winterhude.

Nach bisherigen Erkenntnissen des für Trickbetrug zuständigen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes (LKA 43) hatte ein angeblicher Kriminalbeamter den 85-Jährigen am Freitagmorgen angerufen.

Der Anrufer behauptete, die Polizei habe in der Nähe Einbrecher festgenommen. Bei ihnen sei eine Liste mit dem Namen des Seniors gefunden worden.

Anschließend fragte der Anrufer nach den Vermögenswerten des Mannes und forderte ihn auf, Geld und Wertsachen aus seinem Bankschließfach zu holen und zu Hause aufzubewahren. Angeblich seien die Wertgegenstände bei der Bank nicht mehr sicher.

Vor dem Wohnhaus des 85-Jährigen wartete ein Komplize. Er begleitete den Senior unter dem Vorwand seiner Sicherheit zur Bank und wartete dort vor dem Gebäude.

Bankmitarbeiter schöpft Verdacht

Als der 85-Jährige sein Schließfach vollständig leerte, wurde ein Bankmitarbeiter auf die Situation aufmerksam und verständigte die Polizei.

Fahnderinnen und Fahnder des LKA 43 nahmen daraufhin den 38-jährigen Tatverdächtigen vor Ort vorläufig fest.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Die weiteren Ermittlungen und die Auswertung der Beweismittel dauern an.

Mehr als 5,9 Millionen Euro erbeutet

Nach Angaben der Polizei Hamburg wurden im vergangenen Jahr 876 Fälle des sogenannten Call-Center-Betrugs registriert. Dabei geben sich die Täter unter anderem als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus.

Bei 122 vollendeten Taten erlangten die Täter insgesamt mehr als 5,9 Millionen Euro.

Polizei gibt Tipps

Die Polizei rät Bürgerinnen und Bürgern:

  • Bei ungewöhnlichen Geschichten am Telefon misstrauisch bleiben.
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit.
  • Mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn über die Situation sprechen.
  • Wenn es am Telefon um das eigene Vermögen geht, besonders aufmerksam sein.
  • Bei dem kleinsten Verdacht auflegen und die Polizei unter 110 verständigen.
  • Keine Fremden in die Wohnung lassen.
  • Gespräche an der Haustür möglichst durch die geschlossene Tür oder bei vorgelegtem Sperrbügel führen.
  • Ausweise und die Berechtigung von Personen überprüfen, die Zugang zur Wohnung verlangen.

Quelle: Polizei Hamburg

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